Ausstellungseröffnung "Zeichen setzen: Graffitis für Menschenrechte“

Ausstellungseröffnung "Zeichen setzen: Graffitis für Menschenrechte“

Zeichen setzen: Graffitis für Menschenrechte

Am 21. März um 16 Uhr wird es in der Regionalbibliothek bunt und kreativ: Am Internationalen Tag gegen Rassismus eröffnen junge Neubrandenburger ihre Ausstellung „Zeichen setzen: Graffitis für Menschenrechte“. Zu sehen sind 12 großformatige Graffiti-Tafeln, die im Projekt „Zeitlupe Stadt.Geschichte & Erinnerung“ entstanden sind. Einfach dabei sein, der Eintritt ist frei!

Die Graffitis entstanden in einem kreativen Erinnerungs- und Menschenrechts-Projekt von zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung der RAA Mecklenburg-Vorpommern, das die Regionalbibliothek begleitet und unterstützt. Junge Neubrandenburger, darunter viele Mitglieder der „Schule – ohne-Rassismus“-Gruppe des Neubrandenburger Lessing-Gymnasiums , setzten sich intensiv auseinander mit dem Menschenrechte-Thema „Zwangsarbeit damals und heute“. Dabei ging es um Zwangsarbeit, während der NS-Diktatur – am Beispiel der Stadt Neubrandenburg - und um Arbeit in Zwangs- und Gewaltverhältnissen in der Gegenwart. Den Abschluss bildete am Holocaust-Gedenktag 2019 der Workshop „Graffiti-Kunst und Menschenrechte“ mit Roger Howart, international bekannt als Graffitikünstler KobeEins.

 Dr. Constanze Jaiser, Projekt Zeitlupe, fasst zusammen: „Ob Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, unmenschliche Bedingungen in der Bekleidungsindustrie, brutal erzwungene Sexarbeit oder eben das Erinnern an die unmenschlich behandelten KZ-Häftlinge – die Jugendlichen fanden zum Nachdenken anregende Antworten mit der Spraydose: ihr Beitrag für eine lebendiges Aushandeln von Erinnerung und Engagement für die Menschenrechte. Ein Gedenken an die Opfer fand in ihre emphatischen Ausdrucksformen Eingang, aber auch ein (selbst)kritisches Nachdenken, wer eigentlich von Strukturen der Zwangsarbeit profitiert, wollen die jungen Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken den Betrachterinnen und Betrachtern näher bringen.“

 Die Graffiti-Tafeln sind in der Regionalbibliothek erstmals öffentlich zu sehen und gehen anschließend – zusammen mit Medientipps der Regionalbibliothek - als Wanderausstellung an Schulen und Jugendeinrichtungen. Die Ausleihen ist kostenfrei.

Kontakt: Bianka Bülow (+49) 3991 - 66 96 0, bianka.buelow (at) raa-mv.de

zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung ist ein Projekt der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V. und wird von der Freudenberg Stiftung gefördert. Das Projektbüro wird von der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft bereitgestellt.

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