Film zu regionaler Spurensuche rund 30 Jahre nach dem Mauerfall

Film zu regionaler Spurensuche rund 30 Jahre nach dem Mauerfall

Teinehmende beim Filmgespräch. Foto: Carsten Büttner

Wohin bewegt sich die Demokratie rund 30 Jahre nach dem Mauerfall? Der Film „Wenn wir nicht erinnern, wer dann?“ regte zur vielseitigen Diskussion des Themas an. Rund 30 Personen kamen zur Neubrandenburger Premiere des Films im Latücht, welche von der Hochschule organisiert im Rahmen der Serie „30 Jahre Friedliche Revolution – Quo vadis Demokratie?“ stattfand.

Der Film handelt von der Spurensuche Jugendlicher. Auf Initiative und im Rahmen des RAA-Projektes zeitlupe | Stadt.Geschichte&Erinnerung haben Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule Rechlin fast zwei Jahre lang die Geschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers Retzow erforscht, das sich einst vor ihrer Haustür befand.

Spurensuche vor der Haustür hieß für die Jugendlichen auch, Zeitzeugen zu suchen und Experten zu befragen. Sie besuchten mit ihrer Lehrerin das Luftfahrttechnische Museum in Rechlin. Auch ließen sie sich von der Witwe des wichtigsten Regionalforschers, Heinrich Ross, Details zu den Forschungen erzählen. Und sie fanden eine Zeitzeugin, die als Kind vor Ort wohnte und sich an die KZ-Häftlinge in Retzow erinnerte.

Der Film zeigt was passiert, wenn junge Menschen sich auf den Weg machen, Fragen stellen und sich für die Geschichte ihrer Region interessieren.
 
Anwesend bei der Premiere waren die pädagogische Leiterin Dr. Constanze Jaiser vom Projekt zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung, die Regisseurin und Produzentin Anja Schmidt von der RAAbatz Medienwerkstatt als auch Professorin Dr. Julia Weber, von der Hochschule Neubrandenburg, Organisatorin der Reihe.

Neben der Einbettung des Films in einen größeren geschichtlichen Kontext, pädagogische Entwicklungen seit dem Mauerfall und dem Recht auf Bildung wurden viele interessierte Fragen zur konkreten Umsetzung des Films und des pädagogischen Langzeitprojekts gestellt.
   
Der Film „Wenn wir nicht erinnern, wer dann“ ist ein Kooperationsprojekt des RAA-Projektes zeitlupe | Stadt.Geschichte&Erinnerung und der RAAbatz Medienwerkstatt Mecklenburgische Seenplatte und der Träger ist die RAA Mecklenburg Vorpommern e.V.

Gespräch zum Film "Wenn wir nicht erinnern, wer dann?"
Gespräch zum Film "Wenn wir nicht erinnern, wer dann?", im Bild (von links nach rechts) Dr. Constanze Jaiser, pädagogische Leitung und Projektleiterin von zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung, Anja Schmidt, Regisseurin des Films und Leiterin der RAAbatz Medienwerkstatt, Bianka Bülow,  Moderatorin und Mitarbeiterin des Projekt zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung und Prof. Dr. Julia Weber, von der Hochschule Neubrandenburg. Bild: Carsten Büttner, 2019

 

zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung ist ein Projekt der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V. und wird von der Freudenberg Stiftung gefördert. Das Projektbüro wird von der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft bereitgestellt.

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