Gedenkveranstaltung zu den Lagern in Fünfeichen

Gedenkveranstaltung zu den Lagern in Fünfeichen

Das neue Symbol von Fünfeichen, ein Holzkreuz, ist aufgestellt

01.09.2018 - Fünfeichen in Neubrandenburg – dieser Ort steht für unendliches Leid in den Jahren 1939 bis 1948. Mehr als 120.000 Kriegsgefangene aus elf Ländern durchliefen bis Kriegsende das Stalag IIA, das Oflag IIE sowie das Oflag 67. Mehr als 6.000 von ihnen starben an Hunger, Krankheit, Kälte und Misshandlung.

In der Zeit von 1945 bis 1948 wurden im Speziallager Nr. 9 des Geheimdienstes NKWD mehr als 15.000 deutsche Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder, zum größten Teil unschuldig, durch die sowjetische Besatzungsmacht eingesperrt. Fast 5.000 Häftlinge überlebten nicht und wurden in Massengräbern im Wald verscharrt. Bis September 1948 sind rund 5.000 Insassen des Speziallagers entlassen worden, 2.600 weitere wurden in das Speziallager Nr. 2 in Buchenwald transportiert.

Aus diesem Anlass fand am 1. September 2018 in der Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages der Schließung aller Lager an diesem Ort statt. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Übergabe des neu gestalteten gestützten Holzkreuzes, welches Symbol der Gedenkstätte ist. Zudem wurden neue Tafeln mit Namen von verstorbenen Kriegsgefangenen verschiedener Nationen installiert, die durch das Stadtarchiv recherchiert worden sind.

Schüler und Schülerinnen des Albert-Einstein-Gymnasiums unterstützten die Gedenkfeier, indem sie Erlebnisberichte Gefangener vorlasen und die Schicksale einzelner Gefangener somit verdeutlichten und in lebendige Erinnerung riefen.

Ein Videobeitrag zum Gedenktag findet sich hier.

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