Gedenkstätte zu Ehren der Verstorbenen und Überlebenden des Außenlagers Retzow im Beisein von Judit Varga-Hoffmann eingeweiht

Gedenkstätte zu Ehren der Verstorbenen und Überlebenden des Außenlagers Retzow im Beisein von Judit Varga-Hoffmann eingeweiht

Judit Varga-Hoffmann und ihre Familie vor der Gedenkstele in Retzow

Gestern fand nun endlich die Einweihung der Gedenkstätte zur Erinnerung an die Verstorbenen und Überlebenden des KZ-Außenlagers Retzow statt. Hunderte Männer und tausende Frauen lebten eingesperrt in nur fünf Baracken und mussten hier Zwangsarbeit für die Luftwaffenerprobungsstelle in Rechlin unter widrigsten, menschenunwürdigsten Bedingungen leisten. Judit Varga-Hoffmann, die von den Nationalsozialisten mit ihrer Familie aus Budapest nach Auschwitz verschleppt und schießlich in Retzow unter widrigsten Bedingungen Zwangsarbeit leisten musste, besuchte anlässlich der Einweihung der Gedenkstätte den Ort mit ihrer Familie erneut und erinnerte an die Leiden der KZ-Häftlinge und dort Verstorbenen - als "wohl letzte noch lebende Zeugin der hier begangenen Verbrechen".

In einer bewegenden Zeremonie gedachten u.a. der Bürgermeister der Gemeinde Rechlin, Wolf-Dieter Ringguth, die Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück, Andrea Genest, Jochen Schmidt von der Landeszentrale für Politische Bildung MV und Christian Utpatel von der RAA M-V e.V. der verstorbenen Frauen und Männer des Konzentrationslagers Retzow. Dass der Ort nun ein würdiges Denkmal erhält, geht auf die jahrelangen Bemühungen um Constanze Jaiser, Nadja Grintzewitsch, den Lokalhistoriker Heinrich Ross, Angi Meyer von der Gedenkstätte Ravensbrück, von Freiwilligen internationaler Workcamps sowie von Schüler*innen der Regionalen Schule Rechlin um die Lehrerin und Lokalhistorikerin Elke Gamlin zurück. Mit Architekt Bernd Schwarz und den Macher*innen des Fusion Festivals in Lärz Kulturkosmos Müritz e.V., dem Luftfahrttechnischen Museum in Rechlin sowie unter finanzieller Mithilfe der Freundenberg-Stiftung, der Landeszentrale für Politische Bildung und weiterer Geldgeber machten sie den Ort begehbar und als Gedenkstätte für Besucher*innen erfahrbar.

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