Gedenkstätte Ravensbrück

Gedenkstätte Ravensbrück

Historischer Ort

Nahe dem Erholungsort Fürstenberg, 90 Kilometer nördlich von Berlin, befand sich das größte Konzentrationslager für Frauen im sogenannten Deutschen Reich. Zahlreiche Außenlager gehörten zum Lagerkomplex, darunter Lager in Neubrandenburg, Retzow-Rechlin, Malchow, Neustadt-Glewe und Barth.

Gedenkstätte Ravensbrück

Die Gedenkstätte Ravensbrück

Nahe dem Erholungsort Fürstenberg, 90 Kilometer nördlich von Berlin, ließ die SS 1939 das größte Konzentrationslager für Frauen im sogenannten Deutschen Reich errichten. Fürstenberg liegt an den südlichen Ausläufern der Mecklenburgischen Seenplatte und gehörte damals zu Mecklenburg-Strelitz, heute zum Land Brandenburg.

Zum Lagerkomplex gehörte seit 1941 ein Männerlager sowie seit 1942 das Mädchen-KZ Uckermark. Seit Sommer 1942 errichtete die Firma Siemens & Halske in unmittelbarer Nachbarschaft 20 Werkhallen, in denen sie KZ-Häftlinge zur Sklavenarbeit heranzog.

Die ersten weiblichen Häftlinge wurden im Frühjahr 1939 aus dem Konzentrationslager Lichtenburg nach Ravensbrück verlegt. In dem Frauenlager waren insgesamt 123 000 Häftlinge aus allen Teilen des von Deutschen besetzten Europas inhaftiert. Die Polinnen waren mit etwa 40.000 die größte nationale Gruppe, gefolgt von etwa 25.000 Frauen aus der Sowjetunion, 22.000 Deutschen und Österreicherinnen, 9.000 ungarischen Jüdinnen sowie 8.000 Französinnen. Die Frauen und Mädchen mussten zum Teil schwere Zwangsarbeit verrichten so im Straßenbau oder beim Ausbau des Lagers. 

Zahlreiche Außenlager gehörten zum Lagerkomplex, darunter in Neubrandenburg die Lager „Ihlenfelder Vorstadt“ und „KZ Waldbau“ sowie weitere Lager in Retzow-Rechlin, Malchow, Neustadt-Glewe und Barth.

Die Gedenkstätte wurde 1959 als Nationale Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück eröffnet und anschließend mehrfach erweitert. Seit 1993 wird die Mahn- und Gedenkstätte durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten getragen. Sie gehört zu den Gedenkstätten von nationaler und internationaler Bedeutung in Deutschland.

Pädagogische Angebote zum Ort:

  • Die Gedenkstätte Ravensbrück bietet Führungen und spannende Projekttage für Gruppen an. Nähere Informationen, Anmeldung und Beratung findet sich unter: https://www.ravensbrueck-sbg.de
  • Über das RAA-Projekt zeitlupe können darüber hinaus Unterstützung und Beratung sowie konkrete Begleitmaterialien bezogen werden, um eine Exkursion vor- und nachzubereiten. Weitere Informationen und Kontakt unter: zeitlupe@raa-mv.de
     

Mehr Informationen zur Gedenkstätte: https://www.ravensbrueck-sbg.de/

Biografien aus Ravensbrück

Biografien aus dem KZ Ravensbrück

Die Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten anderer ist ein wesentlicher Bestandteil von Biografiearbeit. Sie eröffnet die Chance auf einen Perspektivenwechsel, eine andere Sichtweise auf Situationen und Personen und kann Brücken über die Zeiten hinweg schlagen.

1939-1945
Antisemitismus
Aufarbeitung und Erinnerung
Biografisches
Konzentrationslager
Krieg
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