#SPURENSUCHEdigital – Zwangsarbeit in Neubrandenburg

#SPURENSUCHEdigital – Entdecke deine Stadt

#SPURENSUCHEdigital – Zwangsarbeit in Neubrandenburg

Multimediale Führung mit der App Actionbound

Mit #SPURENSUCHEdigital erweitert ein neues Online-Angebot der Stadt Neubrandenburg die Bildungslandschaft der Region. In Kooperation mit dem Projekt zeitlupe entstanden im letzten Jahr sechs kostenfreie, multimediale Stadtrallyes. Einzelspieler*innen, Kleingruppen oder Schulklassen können sich nun mit einem Smartphone oder Tablet selbstständig und interaktiv auf eine Spurensuche in die Geschichte Neubrandenburgs begeben - zum Beispiel zur Geschichte Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs.

Digitale Spurensuche in der Stadt

Wie viele Zwangsarbeiter*innen wurden während des Zweiten Weltkriegs in Neubrandenburg ausgebeutet? Und wo lebten und arbeiteten sie eigentlich? Die Geschichte der Zwangsarbeit in der Nazizeit ist eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte Neubrandenburgs. Begebt euch auf Spurensuche in eine Zeit, in der nicht nur Neubrandenburg, sondern ganz Deutschland von der Versklavung von Menschen profitierte. Und lasst euch diese Geschichte dabei nicht nur von den Berichten der Zwangsarbeiter*innen erzählen, sondern auch von ihren Zeichnungen und Gedichten.

Die Stadtrallye führt entlang des Lehrpfads „Zwangsarbeit in der Nordstadt Neubrandenburgs (1939-1945)“ zu den Orten, an denen Zwangsarbeiter*innen in Neubrandenburger Rüstungsbetrieben ausgebeutet und in Lagern untergebracht wurden. In neun Abschnitten unterschiedlicher Länge und einem Exkurs eignen sich die Teilnehmer*innen selbstständig und interaktiv anhand von Quizfragen, Informationstexten und eines Expertinneninterviews verschiedene Aspekte zum Thema des Lehrpfads an. Ergänzt durch historische und aktuelle Fotos, Archivdokumente und Erzählungen von Zeitzeug*innen lässt die Stadtrallye auch Raum für eigene Gedanken und ein intensives Interagieren mit den Inhalten.

Screenshot einer Infoseite aus dem Actionbound "#SPURENSUCHEdigital - Zwangsarbeit in Neubrandenburg" (Quelle: Lukas Wieczorek)
Screenshot einer Infoseite aus dem Actionbound "#SPURENSUCHEdigital - Zwangsarbeit in Neubrandenburg" (Quelle: Lukas Wieczorek)

Die Gesamtstrecke der Stadtrallye beträgt ca. 4 km, sollte mit dem Fahrrad absolviert werden und dauert ca. 3-4 Stunden. Die Abschnitte können in beliebiger Reihenfolge gespielt werden. Die Abschnitte „Überreste“, „Exkurs - SS-Sprache in Kunst und Literatur“ und „Aufarbeitung, Entschädigung, Erinnerung“ müssen nicht vor Ort gespielt werden. Ein Durchgang kann jederzeit unterbrochen und zu einem anderen Zeitpunkt fortgeführt werden. Für Gruppen eignet sich eine Aufteilung der Abschnitte und ein anschließendes Zusammentragen der Ergebnisse.

Die Stadtrallye „Zwangsarbeit in Neubrandenburg“ eignet sich ab Jahrgangsstufe 11. Eine intensive Vor- und Nachbereitung des Themas ist empfehlenswert.

Benötigt werden lediglich ein Smartphone oder Tablet sowie die App Actionbound. Die App unterstützt den spielerischen Erwerb von Wissen draußen und in Aktion durch ein Zusammenspiel von Fragen, Koordinaten und Interaktionen. Die Erkundung funktioniert besonders gut in Kleingruppen (á 2 bis 4 Personen), wodurch auch das Teamwork der Teilnehmenden geschult wird.

Actionbound lässt sich unkompliziert auf allen Tablets und Smartphones speichern und funktioniert auch offline. Das Smartphone oder Tablet sollte GPS-fähig sein und über eine integrierte Kamera und ein integriertes Mikrophon verfügen. Im Büro des Projekts zeitlupe | Stadt. Geschichte & Erinnerung im Wiekhaus 11 (2. Ringstraße) kann eine begrenzte Anzahl an Tablets ausgeliehen werden.

 

#SPURENSUCHEdigital wurde gefördert durch:

  • Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
  • Stadt Neubrandenburg
  • RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V.

 

Pädagogisches Angebot auf einen Blick:

  • kostenfreie, multimediale und interaktive Stadtrallye für Einzelpersonen, Kleingruppen und Schulklassen
  • Kennenlernen verschiedener Orte in Neubrandenburg mit Bezug zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit
  • spielerische Aneignung historischen Wissens anhand verschiedener Quellen (Fotos, Archivdokumente, Zeitzeug*innen) und Medien (Bilder, Audios, Texte)
  • detaillierte Spielanleitung und Handreichung für Lehrer*innen
  • Auseinandersetzung mit Kunst ehemaliger Zwangsarbeiterinnen
  • Expertinneninterview
  • Materialien zur Vor- und Nachbereitung
  • weiterführende Bibliographie

 

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