Stadtarchiv Neubrandenburg

Stadtarchiv Neubrandenburg

Lernort

Was das Gehirn für den Menschen ist, ist das städtische Archiv für die Stadt. Es ist das Gedächtnis eines Ortes, wo Dokumente zur Stadtgeschichte ihren Platz finden genauso wie Verwaltungsakten oder Schul- und Berufszeugnisse. Zu den wertvollsten Dokumenten im Neubrandenburger Archiv gehören die kompletten "Bürgerbücher" von 1679 bis 1918, aber auch Zeugnisse aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren zum Lager Fünfeichen.

Stadtarchiv Neubrandenburg

Das Stadtarchiv von Neubrandenburg

Das Stadtarchiv Neubrandenburgs liegt zentral am Marktplatz im „Haus der Kultur und Bildung“. Nachdem in den 1990er Jahren im Rathaus-Anbau die Lagerkapazitäten erschöpft waren, zogen die über 100 Tonnen Archivalien im Jahr 2014 in moderne, klimatisierte Magazinräume mit elektrisch fahrenden Regalanlagen um. Auch ein heller, großzügiger Studienbereich für Recherchen und Forschungen ist vorhanden. Bis zu 20 Personen können hier an Arbeitsplätzen, die mit Strom und PC ausgestattet sind arbeiten.

In Neubrandenburg hat das städtische Archiv noch keine lange Tradition. Bei einem Brand im Jahr 1737 wurden große Teile des Archivs zerstört. In die danach wiederaufgenommene Dokumentation wurden große Lücken gerissen durch die Zerstörung der Stadt zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Das bis dahin gesammelte Gut wurde erneut weitgehend zerstört. So sind viele Zeugnisse aus der Zeit bis 1945 unwiederbringlich verloren gegangen. Erst im Jahr 1983 wurde die Sammlung von Zeitzeugnissen wieder aufgenommen.

Inzwischen bemisst sich das Archiv auf mehr als 3000 Regalmeter Dokumente mit Inhalten von der Gegenwart bis ins 17. Jahrhundert. Neben Dokumenten zur Stadtgeschichte werden auch Bauunterlagen, Firmenakten, Karten und Pläne sowie Schul- und Berufszeugnisse aufbewahrt. Des Weiteren gibt es viel Bildmaterial. Dazu gehören Fotodokumentationen, eine Postkartensammlung, Film- und Tonaufnahmen und Inhalte vom Busfahrschein bis zum größeren Plakat. Zu den wertvollsten Beständen gehören die kompletten "Bürgerbücher" von 1679 bis 1918, die handschriftlichen Ratsprotokolle seit 1729 und das "Buch der Eide", geführt von 1773 - 1925. Diese Dokumente können vom Mikrofilm genutzt werden.

Auch Zeugnisse aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren sind eingelagert. So lässt sich in den ersten Verzeichnisse des Kriegsgefangenenlagers Fünfeichen, der Totenliste oder Dokumenten zur Nutzungsphase von Fünfeichen als sowjetisches Speziallager (1945 – 1948) recherchieren. Zudem gibt es eine Kopie eines Fotoalbums von Fünfeichen. Das Original befindet sich im Russischen Staatsarchiv in Moskau.

 

Pädagogisches und räumliches Angebot auf einen Blick:

  • Arbeit mit historischen Dokumenten zur Stadtgeschichte, den Kriegs- und Nachkriegsjahren (insbesondere zum Lagerkomplex Fünfeichen)
  • Studienbereich für Recherchen mit PC-Arbeitsplätzen für 20 Personen

Bei Bei Interesse am Angebot des Stadtarchivs schauen Sie gern auf die Internetseite oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf.

Mehr Informationen zum Stadtarchiv: https://www.neubrandenburg.de/Sport-Kultur/Kulturorte/Stadtarchiv

Die Kriegsgefangenen von Fünfeichen

Ankunft eines Transports mit sowjetischen Kriegsgefangenen aus dem Kriegsgefangenenlager Neubrandenburg-Fünfeichen (Stalag II A) am Bahnhof von Teterow im Herbst 1941. Quelle: Natalja Jeske: Lager in Neubrandenburg-Fünfeichen 1939–1948

Exkursion mit wechselseitiger Führung

Im Rahmen einer Exkursion mit wechselseitiger Führung bietet das Projekt zeitlupe Jugendgruppen und Schulklassen die Möglichkeit, das Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenlagers interaktiv zu erkunden. 

1939-1945
Alltag (Zivilbevölkerung)
Biografisches
Krieg
Kriegsgefangenschaft
Lageralltag
Rassismus
Regionale Spurensuche
Überleben
Vorurteile und Stereotype
Zwangsarbeit
Bild
Exkursion
Historisches Foto
Primärquelle
Sekundärquelle
Zitat

Zwangsarbeit in Neubrandenburg II

Unterrichtsmaterial zum Thema "Zwangsarbeit im Nationalsozialismus"

Die „Mechanischen Werkstätten GmbH“ waren einer der größten Zwangsarbeitsbetriebe in Neubrandenburg. Das Material bietet eine Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsarbeit und den Perspektiven auf selbige.

1939-1945
Alltag (Zivilbevölkerung)
Aufarbeitung und Erinnerung
Biografisches
Karrieren und Profiteure
Krieg
Regionale Spurensuche
Täterinnen und Täter
Zwangsarbeit
Primärquelle
Unterrichtseinheit
Zitat

Fünfeichen - ein Ort stalinistischen Unrechts

Blick auf die Südseite des Speziallagers Nr. 9. Quelle: Stadtarchiv Neubrandenburg.

Exkursion mit wechselseitiger Führung

Heute erinnern nur noch Überreste der ehemaligen Lagerbarracken an die Verbrechen, welche sich im Speziallagers Nr. 9 in Neubrandenburg-Fünfeichen ereigneten. Ein interaktives zeitlupe-Angebot bietet interessierten Schulen und Jugendgruppen, die einmalige Möglichkeit die Geschichte des Ortes mit einer spannenden Methodik zu entdecken

1945-1948
1948-1989
nach 1989
Alltag (Zivilbevölkerung)
Aufarbeitung und Erinnerung
Biografisches
Karrieren und Profiteure
Kinder und Jugendliche
Krieg
Kriegsende
Kriegsgefangenschaft
Lageralltag
Regionale Spurensuche
Selbstbehauptung und Widerstand
Stalinismus
Täterinnen und Täter
Überleben
Vorurteile und Stereotype
Zwangsarbeit
Bild
Exkursion
Historisches Foto
Primärquelle
Sekundärquelle
Zitat

Zwangsarbeit und Menschenrechte

Gruppenbild. Foto: Bianka Bülow, RAA M-V

Ein Projektbeispiel mit künstlerischen & interaktiven Arbeitsformen

In dem Projektbeispiel wird von einem mehrteiligen Projektbeispiel zum Thema Zwangsarbeit in Neubrandenburg berichtet. Die Thematik wurde kreativ angegangen und bezog künstlerische und multimediale Arbeitsformen ein.

1939-1945
Aufarbeitung und Erinnerung
Karrieren und Profiteure
Krieg
Regionale Spurensuche
Täterinnen und Täter
Zwangsarbeit
Exkursion
Unterrichtseinheit

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